Digitalisierung braucht Digitalkompetenz

Warum sind Digitalkompetenzen wichtig?

Der Wert von Digitalkompetenz hat besonders 2017 einen gehörigen Schub durch die Gesellschaft erfahren. Der Umgang mit Daten über neue Medien bzw. dem Web zieht sich  bewusst und unbewusst durch alle Gesellschaftsschichten und erfordert ein Mindestmaß an Digitalkompetenz. Das diese nicht immer vorhanden ist, zeigt z.B. ein sorgloser Umgang mit sensiblen Informationen über eine WhatsApp-Kommunikation oder die unbewusste Freigabe von persönlichen Daten bei der App-Installation auf dem Smartphone.

Die Digitalisierungsentwicklung geht mit einem Gefühl einher, die relevanten Informationen längst nicht mehr bewusst verarbeiten zu können. Der Anteil an Fortbildung in der Digitalisierungs-Branche ist hoch und ich versuche mir monatlich einen gewissen Zeitfaktor für die Verarbeitung neuer Impulse einzuplanen. Ende 2017 merkte ich folgendes: trotz sehr häufig besuchter Fortbildungen scheint der Schub der neuen Erkenntnissen im Digitalisierungsthema, die es für sich zu filtern bzw. zu verarbeiten gilt, immer mehr an Tempo zuzunehmen.

Wie damit umgehen?

  • es hilft sich einmal mit der VUCA Definition einer schnellen ständig veränderten Welt zu befassen, um das allgemeine Gefühl des Verlustes der Stabilität bei der Arbeit/im Leben, das mit der Digitalisierung einhergeht, zu verstehen.
    VUCA steht dabei für:
    • "V" für Volatilität sprich: aggressive, sprunghafte Veränderung
    • "U" für Uncertainty, Unsicherheit
    • "C" für Complexity bzw. Komplexität
    • "A" für Ambiguität, Mehrdeutigkeit
  • Digitaisierung erfordert eine Anpassung im Leben, die nicht nur digital, sondern auch mental erfolgen muss. Das bedeutet sie darf nicht nur angewandt, sondern muss auch verstanden werden, damit sie für die eigene Anwendung einen Nutzen bringt. Man spricht hier von der Vermischung des Sozialen mit der Informationstechnologie. Wie das geht? Über wache Vorausschau - Ausprobieren und neuer Gestaltung von bisherigen Abläufen (bzw. Gewohnheiten) mit Hilfe von neuen vernetzten Technologien.
  • durch das Entstehen einer digitalisierten Abläufen und zunehmender Vernetzung werden alte Strukturen aufgebrochen. Wo seither Menschen nach ihrer Erfahrung gestaltet haben, treten jetzt zunehmend digitale Belegdaten in Kraft, die Entwicklungen aufzeigen. Die Frage hierbei ist nicht, ob das gut ist, sondern wie wir diese Entwicklung für uns nutzen lernen.

Was also sind die Schlüsselkompetenzen in der Digitalkompetenz?

  • einen neue Lernkultur
  • flexibles innovatives aber auch eigenverantwortliches Arbeiten
  • Datendenken (Informationsbewusstsein)
  • neues Denken und Arbeiten, z.B. von Hierarchien zum Networking; von Kontrolle zu Enpowerment; von der Planung zum Experiment; von Secret zur Transparenz......
  • Motivation

Die Herausforderung dabei? Diese Entwicklung braucht Zeit.....

E. Langenstein