Strategisches Informationsmanagement im Unternehmen

Im strategischen Informationsmanagement steht das Unternehmen und dessen digitale Mobilität im Mittelpunkt.

Erst nach einer intensiven Auseinandersetzung mit den Unternehmens-Zielen, den Abläufen und den Ressourcen im Betrieb, aber auch unter Berücksichtigung der Digitalreife der Mitarbeiter und der bestehenden Datenspeicherung im Unternehmen, werden digitale Hilfsmittel gestaltet.


Der Umgang mit Unternehmensdaten ist besonders gewinnbringend, wenn der digital verarbeitende Betrieb ganzheitlich verstanden wird und die Vernetzung nicht nur mit technischer Fachkenntnis, sondern auch nach betriebswirtschaftlichen, datenschutzrechtlichen und vor allem nutzungsorientierten Aspekten vermittelt wird.

Unter diesem Blickwinkel werden Geschäftsdaten verwaltet und Informationstechnologien weiterentwickelt. 

Zehn Vorteile eines strategischen Informationsmanagements im Unternehmen (Vision)

  1. Über die Arbeit im Informationsmanagement entsteht nach und nach ein digitales Informationsbild Ihres Unternehmens. Es wird ersichtlich welche Daten in welcher Form im Unternehmen zur Verfügung stehen und wo es noch informative Lücken gibt (Kenn- und Fallzahlen). Diese Transparenz ist die Voraussetzung für alle weiteren Digitalisierungsvorgänge.

  2. Bei allen informationstechnischen Anforderungen liegt der Fokus auf der gesamten Datenverarbeitungskette im Unternehmen (= digitaler Workflow). Eine Datenerfassung erfolgt nicht isoliert, sondern wird möglichst betriebswirtschaftlich effizient in das Unternehmenssystem eingebunden. Zeitintensive retrospektive bzw. doppelte Erfassungsvorgänge werden nach Möglichkeit vermieden.

  3. In der Dokumentation finden bereits während der Erfassung Sorgfalt und Detailtreue den berechtigten Stellenwert. Bereits von Beginn an entsteht eine hochwertige valide Datenbasis für den Informationsworkflow. Aufwandsintensive Datenpflege wird dadurch weitgehend vermieden.

  4. Der Datenschutz und die Datensicherheit finden auch bei Routinevorgängen zunehmend die erforderliche Beachtung. Häufig wird übersehen, dass es für die Beschaffung und den sicheren Betrieb von Informationstechnik gesetzliche Vorgaben gibt, bei deren Verletzung ein Organisationsverschulden oder sogar echter Schaden entsteht, für den die Geschäftsführung verantwortlich gemacht werden kann. Ein 100% Schutz auf digitale Datenspeicherung gibt es nicht, aber es können im Unternehmen entsprechende Controlling-Maßnahmen für den Schutz der wesentlichen Daten und digitalen Arbeitsprozesse getroffen werden.

  5. Der Informationsaustausch und der Datentransfer zu externen Stellen wird strategisch ausgerichtet. Unternehmensrelevante Abgabetermine und Vorbereitungszeiten sind transparent und die unternehmensrelevanten Daten werden über ein zentrales Datenmanagement valide bereitgestellt.
     
  6. Fundiertes Datengut sorgt für Objektivität und helfen bei der Orientierung. Mit Belegdaten werden wichtige Entscheidungen untermauert. Transparentes Datenmaterial kann aktiv im Unternehmen genutzt werden und fördert Transparenz und die Vernetzung mit anderen Unternehmen.

  7. Pflegeprozesse finden kontinuierlich Beachtung. Bestehende Datenkataloge und Strukturen werden systematisch gepflegt und immer wieder praxisorientiert ausgerichtet nach der Prämisse: soviel Information wie nötig und sowenig wie möglich. Das schließt auch eine Rückführung bzw. eine 'Verschlankung' von Strukturen mit ein. Die inhaltliche Informationslandschaft bleibt dadurch aktuell und effizient. Überfrachtung wird vermieden.

  8. Der Fokus im Informationsmanagement schließt vor allem zur zeitsparenden Organisation den Einsatz aktueller Internettechnologien mit ein. Durch den Einsatz von neuen Tools können zeitgemäße Anpassungen im Umgang mit Informationen für ihr Unternehmen abgeleitet werden. Dies ist wichtig, um dem wachsenden Informationsanspruch effizient begegnen zu können. Deshalb stehen im Informationsmanagement Web-Technologien im Mittelpunkt.

  9. Komplexe Anforderungen erfordern Agilität, u.a. auch im Projektmanagement. Anforderungen werden zielorientiert ausgerichtet, der Ablauf wird in leistbare Teilschritte aufgegliedert, die iterativ angegangen und im Verlauf kontinuierlich reflektiert und angepasst werden. Das erfordert Flexibilität auf allen Ebenen, ganzheitliches Denken und ein klarer Informationsaustausch über stete Kommunikation, damit das Vertrauen in unüberschaubare IT-Prozesse nicht verloren geht. Somit können sich auch komplexe Themen kontinuierlich weiterentwickeln.

  10. Informationsmanagement liefert das Wissen, um mit Unternehmensdaten im Betrieb verantwortungsbewusst umzugehen. 

Dokumentation & Information
Ellen Langenstein
Mühlacker